Dr. jur. Anette Schunder-Hartung

Mein Lieblingszitat ist von Achim von Arnim: „Jeder Mensch beginnt die Welt, und jeder Mensch endet sie“. 

Meine Neu-Isenburger Geschichte: Kind einer Neu-Isenburger Familie, die mütterlicherseits schon immer hier gelebt hat. Meine eigenen Kinder sind in 5. Generation in der Schreinerei ihres Ururgroßvaters Hedderich zwischen Wald- und Luisenstraße aufgewachsen, ich selbst bin eine geborene Harries und hier in den Kindergarten, in die Vorschule und zur Schule gegangen. Meine Mutter war Grundschullehrerin in der „Hanse“, mein Vater hat mit seinem Ingenieurbüro so einige Isenburger Bauwerke geplant und geprüft. 

Schon seit vor dem Abi 1983 engagieren wir uns alle in der Flüchtlingspolitik (ich war bis 1992 in der Westkreisgruppe von Amnesty International und unterstütze heute die Flüchtlingshilfe). Nach der Geburt meines Ältesten – Nils – 1994 bin ich familienpolitisch aktiv geworden. Vor allem habe ich mit Freundinnen das Familienzentrum Kängeruh gegründet (und am Anfang auch geleitet), war danach unter anderem Schulfördervereinsvorsitzende der HCAS und noch später [Schul-]elternbeirätin und Studienbetreuerin). Heute bin ich in verschiedenen Mentorenprogrammen in Frankfurt und Arusha/Tansania eingebunden. In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich für ein Kloster. 

Was mich antreibt: Da unterscheide ich für unsere Stadt und uns zwei Ebenen. 

Überörtlich: Die Reform unserer Arbeitswelt im 21. Jahrhundert! Ich bin seit vielen Jahren SPD-Mitglied, weil WIR die Partei der Arbeitswelt sind. Deren sachgerechten Umbau halte ich für die zentrale Herausforderung unserer demokratischen Zukunft. Dazu schreibe ich viel, nehme an Podiumsdiskussionen und Diskussionsrunden teil, hauptberuflich (aha-entwicklung.de) und neben meiner Arbeit – auch auf Bundes- und Landesebene. 

Vor Ort in Neu-Isenburg: Hier wünsche ich mir nach fast 25 Jahren hauptberuflicher Erfahrung im Bereich Bauen, Planen und Infrastruktur vor allem viel mehr Gestaltung statt Verwaltung! Und zwar auch unter Einbeziehung unserer Neu-Isenburger Gewerbetreibenden. Mein Vater und mein Großvater waren selbstständig, ich selbst bin es auch. Unsere Geschäftsinhaber, zB in der Fußgängerzone, haben viele gute Ideen, werden damit aber nicht genügend unterstützt. Bei uns veröden tollste Einkaufslagen nach dem Motto: 

Kennen Sie den sichersten Weg, mit dem wir hier seit langem ein kleines Vermögen machen? Wir fangen mit einem großen Vermögen an. Diese Verschwendung, an der alle anderen demokratischen Parteien in der Stadt als Regierungsparteien beteiligt sind, sollten wir uns nicht mehr länger leisten. 

Vortrag Roter Themenschoppe April 2020