Gedenken an die Bombennacht vom 20.12.1943

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Schreckensnacht Neu-Isenburgs

20. Dezember 1943 gegen 19:00 Uhr begann die Zerstörung Neu-Isenburgs durch Bombenangriffe der Alliierten. Es waren nicht die ersten Bomben, die im Verlauf des Krieges Neu-Isenburg trafen, aber es war der heftigste Angriff. 40% Neu-Isenburgs wurden zerstört, 46 Menschen kamen unter den Trümmern zu Tode. 1.700 Gebäudeschäden wurden alleine in dieser Nacht verzeichnet.

Folgen der nationalsozialistischen Terrorkriegsführung

Bereits zu Kriegsbeginn wurden Teile Polens durch die Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe zerstört, auch die Zivilbevölkerung war hiervon betroffen. Im Verlauf des Krieges nahm die gegenseitige Terrorisierung der Bevölkerungen um die innere Stärke des Gegners zu zerrütten stetig zu. Bis zur Befreiung durch die Amerikaner wurde Neu-Isenburg, auch bedingt durch die Nähe zu den Industrieanlagen in Frankfurt und Rüsselsheim, mehrmals zum Ziel der Bombenangriffe.

Gegen das Vergessen

„Das Geschehene können wir nicht rückgängig machen, allerdings ist es unsere Aufgabe zukünftigen Generationen daran zu erinnern. Erinnern an die Folgen der menschenverachtenden Politik der Faschisten und Nationalsozialisten, die am Ende große Teile Europas, der Welt in Schutt und Asche legte und Million von Menschen den Tod finden ließ.“ fasst Florian Obst, Vorsitzender der SPD Neu-Isenburg seine Eindrücke zusammen.

Gedenkgottesdienste finden in diesem Jahr nicht statt.

Die gewohnten Gedenkgottesdienst können aufgrund der Hygieneauflagen und Beschränkungen des gesellschaftlichen Lebens in diesem Jahr nicht stattfinden. Die evangelische Gemeinde am Marktplatz hat in diesem Jahr die Gebete zum Abholen am Gemeindehaus aufgehängt. So können wir im kleinen Kreise um 19:00 Uhr den Opfern gedenken. Teile des diesjährigen Friedensgebetes sind unter anderem die Bibelzitate Psalmen (34, 15b), Jesaja (32, 17a), Matthäus (5, 5.9), Matthäus (5, 39-41) sowie das Bekenntnis zu Frieden und Gerechtigkeit der ökumenischen Weltversammlung der Christen von Seol 1990.

 

Bereits im Jahr 2017 hatte die FNP über die Gedenken berichtet.